Gloria und Clemens … !

Es ist mediale Sommerpause und doch sollte es einmal erwähnt werden. Gloria und Clemens sind Geschwister im Geiste ! Während die Fürstin es gerne schnackseln lässt, wähnt sich der Schweine- und Schlachterbaron unter Freunden. Mit und bei diesen formuliert er seine Ansichten zu Klima, Einwanderung und ethnischen Verhaltensweisen. Hiermit dürfte erneut bestätigt werden, was ich und wir schon seit Ewigkeiten fühlen, denken und erahnen: Wirtschaft, Politik, Adel – all die Leader … sind nicht Herr / Frau ihrer Gedanken und ihrer Emotionen. Beifall – analog und digital ist ihre Währung. Zurückrudern, relativieren, entschuldigen, lächeln und abwinken sind erprobte Mechanismen.

NEIN ! Der dramatische Klimawandel ist nicht durch schnackseln oder fehlende Atomkraftwerke verursacht. Die Verrohung der Sitten nicht durch den Zuzug von Migranten. Mord und Todschlag sind in der BRD innerdeutsche Beziehungstaten. Streitigkeiten in der Kleingartenkolonie werden von übergewichtigen, Badelatschen tragenden, Unterhemd bekleideten, 13.00 und 18.00 Uhr essenden, Auto waschenden (Samstags), Sex nach Samstags Sportschau habenden, Lidl und Aldi Angebotsjägern angefacht. Die Nachbarschaftshölle beginnt in den Momenten der Nähe („Schön, dass ihr da seit … wir werden uns bestimmt gut verstehen“). „Neid“ ist kein Wort, sondern wird gelebt (Erster beim Rasen mähen, Hecke schneiden, Unsere Tochter hat und und kann, Unser Sohn = Arnold, Rocky, Einstein, neues Auto – wurde ja auch Zeit).

Hier ist mein kleines Paradies – all das oben gibt es natürlich. Mit und für und durch mich. Doch wir sind gut miteinander, können uns entschuldigen, verzeihen, geben unseren Kinder all dies weiter, respektieren uns, treiben über die Generationen zusammen Sport, passen auf uns gegenseitig auf !

Gloria und Clemens – ihr Leben ! Das hier – unser Leben !

Martin 171171

Heute – Samstag, 03.08.2019 … !

Heute …

  • Ist so viel Klarheit.
  • Habe ich weniger Angst.
  • Wirkt alles klar, aufgeräumt und sauber.
  • Ist gesundes Essen und Trinken genauso selbstverständlich, wie Sport, Sauna und Entspannung.
  • Erscheinen unsere Kinder besonders talentiert, hübsch, begabt – und trotzdem selbstunsicher und ängstlich. Doch sie sind Helden und Motor ihres eigenen Lebens !
  • Sind Trennungen, Abschiede, Tode und Verletzungen … ein wichtiger doch nicht bestimmender Teil meines Denkens und Fühlens.
  • Fühle ich mich sicher, handlungsfähig und klar.

Wieso eigentlich ?

Nachdem ich die letzten vier Wochen beruflich und privat sehr gefordert war, konnte ich über eine „zufällige“ Begegnung noch einmal Kontakt zu meinen Vorstellungen, Zielen und Gedanken der vergangenen Jahrzehnte aufnehmen. Heute kann ich dies realisieren, hierüber nachdenken und mich an diesen Gedanken erfreuen. Heute sage ich (neben und für meine Frau und meine Kinder) DANKE:

  • Sandra Sch. – für diesen Moment vor ein paar Wochen. Es lässt mich so sehr nachdenken ! Unsere Begegnung  hat mich zum Einhalten, Überlegen und neu Justieren gebracht.
  • T.M. – für Dein Lächeln.
  • K.H. –  für deine Ehrlichkeit.
  • Einer Person, die mich gefühlsmäßig seit mehr als einem Jahrzehnt begleitet.
  • Paolo Conte. Den ich über ganz andere Verbindungen kennen lernen durfte. Das Wie -ist immer noch in meinem Herz !
  • Shalishah !!!!! Was wäre ich denn ohne Dich ?

Es geht darum !

Martin 171171

Ein Nachmittag Ende Juli 2017 … !

In seinem Krankenhausbett liegt ein älterer Herr. Gezeichnet von den letzten Wochen nach seiner Operation. Brille schief, nicht rasiert, seit Tagen nicht geduscht. Haare etwas zu lang. Operation, Intensivstation, künstliches Koma, Aufwachen, fitter werden, Normalstation … alles durchgemacht. 

Ein Besucher kommt in das Zimmer – der Herr lächelt. Sein Mittagessen nimmt er ohne Hilfe ein. Spricht in einer Stunde mehr, als üblicherweise in einem Monat. Will dann raus aus dem Zimmer. In die Sommerluft. Mit einem Rollstuhl wird er durch die Gänge und Etagen gebracht. Am Krankenhaustor angekommen atmet er durch, ist vollkommen klar und hat Pläne.

Es beginnt es zu regnen, stürmen und gewittern. Gewaltig, laut und die Luft reinigend. Der Herr lächelt, streckt seine Hand nach dem Regen aus, steht vor dem Rollstuhl auf. Nur mühsam kann er zurück gehalten werden. Einfach los zu gehen, in das Taxi zu steigen, um dann nach Hause zu kommen. Irgendwann lässt er sich in sein Zimmer zurück schieben. Grüßt und verabschiedet sich bis zum nächsten Besuch in weniger als 48 Stunden.

Weniger als 48 Stunden später ist der älter Herr nicht mehr auf seinem Zimmer. Seine persönlichen Dinge liegen dort – er nicht. Erneute Verlegung auf die Intensivstation. die wenig zugelassenen Besucher (nur engste Familie) erfahren eine  üble Lage, eigentlich schon vor Tagen abgehakt: Künstliches Koma mit entsprechender Beatmung, keinerlei Orientierung zu Zeit und Raum, Blutwäsche, Dauerüberwachung, höchstes Fieber usw. 

Mehrere Tage das selbe Bild. Betretene Blicke von Ärzten und PflegerInnen. Bemühte und kompetente Menschen. Danke hierfür. Alle Kurven bzgl. der Körperfunktionen sind dunkel rot gezeichnet. Keine Veränderung. Der ältere Herr reagiert nicht mehr. Auf Ärzte, medizinische Testverfahren und  Besucher.

30.07.2019: Telefonat zweier Besucher mit den behandelnden Ärzten. Vorherige Erörterung mit der Ehefrau des älteren Herren.

31.07.2019 – 15.00 Uhr: Gespräch zweier Besucher mit allen medizinischen Fachkräften und Entscheidern. 

31.07.2019 – 15.43 Uhr: Veränderung der medizinischen Interventionen hin  auf neueste medizinische Erkenntnisse. Beide Besucher stimmen mit Blick auf die medizinische Indikation der entsprechenden Veränderung zu.

31.07.2019 – 16.23 Uhr: Der Geistliche lädt ein zur Krankensalbung. Ein Besucher ist anwesend.

31.07.2019 – 16:54 Uhr: Zusatz zur Krankensalbung = Dank und Gebet des Besuchers – der ältere Herr lässt die angebotene Hand los und entspannt sich.

01.08.2019 – 02:23 Uhr: Anruf des Krankenhauses an einen der Besucher: Der ältere Herr ist verstorben.

Martin171171

 

Lebensentwurf … !

Ich denke, dass ich immer einen Lebensentwurf hatte und auch noch habe. Er ist begründet darauf, dass ich versuchen möchte

  • Eine erfüllende und Sinn stiftende Berufstätigkeit zu haben = Vorhanden.
  • Meinen Kindern ein zu Hause zu geben, in welches sie jederzeit und in jeder Situation ihre Sicherheit finden = Vorhanden.
  • Politisch, gesellschaftlich, medial und historisch interessiert zu sein = Vorhanden.
  • Sportlich aktiv sein, sich selbst spüren, ehrgeizig sein, vorhandene Grenzen schrittweise überschreiten = Vorhanden.

Ich könnte doch ein glücklicher Mensch sein, oder ? Nein, nicht vollkommen … es fehlt etwas ! Ein Baustein in meinem Fühlen, Denken oder Wollen. Unvollendet und unerfüllt fühle ich mich. Jetzt gerade, gestern, vor einer Woche, einem Monat, einem Jahr und mehreren Jahrzehnten !

Ich erlebe eher wenig Beachtung für:

  • Morgendlichen Schmerzen beim Aufstehen wegen vielen kleinen und einer großen Sportverletzung !
  • Ängste im Strassenverkehr nach zwei heftigen Verkehrsunfällen innerhalb neun Jahren ?
  • Übermüdung wegen jahrelanger Mehrfachbelastung Beruf / Studium / Familie !
  • Trauerprozessen nach zwei Todesfällen aus meinem engsten Familien- und Gefühlskreis !
  • Sorgen um unsere beiden tollen Kinder, die (jeder für sich) mit ihren eigenen Problematiken behaftet sind ! Und sich hieraus nur sehr schwer lösen können.
  • Meinem eigenem, quälendem Gedanken, mehr bewegen zu können, als ich es tue ?
  • Dem sich täglich wiederholendem Aufwachen exakt zum Todeszeitpunkt des Vaters ? Und zwar mitten in der Nacht.
  • Meine Selbstzweifel über und für all das, wo ich Menschen verletzt habe ?

Verlange ich zu viel ? Oder entspreche ich in zu vielen Momenten nicht dieser Welt ? Fühle ich zu viel ? In dieser Welt, in der Gefühle offensichtlich nur noch in den bunten Blättern, bei C- Date und anderen Portalen statt finden ? Will ich mehr, als andere zu leisten und geben im Stande sind ?

Wie ist Eure Meinung ?

Martin 171171

 

Du dumme Sau … !

  • Wahrheit ?
  • Fordern ?
  • Perfektionismus ?
  • Selbstbestimmung ?
  • Unverstanden sein ?
  • Wertschätzung ?
  • Floskeln, um den Frieden zu halten ?
  • Unterschiedliche Wirklichkeiten ?
  • Zurückziehen auf Konventionen ?

Und dann …

  • Das Schönreden !
  • Erklären !
  • Belächeln !
  • Zuschreiben !
  • Ruhige Stimme !
  • Relativieren !

Wieviel von der Herzog / Kinski Beziehung steckt in uns selber ? 

  • Zerrissenheit ?
  • Kampf ?
  • Macht ?
  • Lüge ?
  • Betrug ?

Wieviel Kinski steckt in uns selber ?

  • Unsicherheit ?
  • Stärke ?
  • Genialität ?
  • Sucht ?
  • Verbrechen ?
  • Folter ?
  • Qual ?
  • Unglück über Andere ?

Lasst uns überlegen !

Martin171171