Der kleine Junge – erneut … !

Den LeserInnen meiner kleinen Aufsätze ist er schon häufiger begegnet – der kleine Junge.

Der kleine Junge ist mittlerweile gar nicht mehr klein, hat die 150 cm Körpergröße schon lange hinter sich gelassen. Tragen und hochheben geht auch nicht mehr ohne sich hierbei einen Bandscheibenvorfall zuzuziehen. Will er mit seinen weit über 11 Jahren auch nicht mehr. Sechste Klasse und viermal die Woche in einem Sportverein gefordert – auch das hat mit kleinem Jungen nicht mehr viel zu tun. Doch in meinem Herzen …. !

Schon vor einigen Wochen wollte der Junge selbstständig seinen Sommerurlaub planen. Mit weiteren Kumpels vom Kicken soll es nach Schweden gehen. Mit einer Jugendgruppe der ortsnahen Kirchengemeinde. Schon hier schlug mein Herz mehr als schnell und konnte sich nur mit dem Gedanken beruhigen, dass die Sommerferien ja noch sehr weit weg sind, wir kostengünstig zurücktreten können etc. 

Soeben schrieb mir der junge Mann von seinem Ausflug mit seiner Schwester und weiteren Verwandten eine Nachricht – er wolle dann am morgigen Tag mit seinen Schulkumpels (hier kenne ich nur die Vornamen) mit dem ÖPNV nach Köln fahren. Einen Weg, den er bisher noch nie mit Bus und Bahn gemacht hat. Und dies eben ohne Begleitung eines Erwachsenen. Eben, um eine Trampolin – Sportstätte zu besuchen. So eine Truppe von Halbwüchsigen … ausgestattet mit Handy, etwas Geld einer Fahrkarte – oh Hilfe.

Aber, es soll so sein. Er kann und soll es tun. Und der Verlauf ist gar nicht wichtig. Der Start ist wichtig – eben mein Start. Das ich es für ihn versuchen will … es zu erlauben. Guter Tag, heute !

Martin 171171

 

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Zu viel – ich weiß es … !

Es ist erst Donnerstag Abend. Kurze Bilanz der Zeit seit vergangenen Samstag 12.00 Uhr (fünfeinhalb Tage)

  • 600 Kilometer Autofahrten insgesamt. Eben, um alle beruflichen und privaten Verpflichtungen zu erfüllen.
  • 16 vorher fest terminierte Treffen und Gespräche, welche alle über mindest eineinhalb Stunden gingen.
  • Zwei Tage, in denen ich auch Nachts erreichbar sein musste.
  • Geschriebene Mail = 100 + X.
  • Empfangene Mail = ebenso.
  • Jeden Tag gegen 21.30 ins Bett – leider immer um 02.30 Uhr wach.
  • Vier Stunden Indoorrad.
  • Schaden am Auto reparieren lassen.
  • Zwischendurch mal eben Zahnarzt.
  • Und auch Hausarzt.
  • Nachbarn geholfen.
  • Vokabeln mit Sohn gelernt … und auch ein anderes Fach mit der Tochter.
  • Drei Arbeitstage inklusive Fahrtwegen – mehr als elf Stunden.

Diese Auflistung könnte ich Woche um Woche wiederholen. So, wie Ihr wahrscheinlich auch, Doch für mich scheint es etwas viel im Moment. Einen Gang herunter könnte nicht schaden – wie, ist mir klar … es mangelt etwas am Tun.

Martin 171171

Gefunden, was ich suche … !

Wir leben in der Welt von Interpretationen, Masken, Urteilen, Unsicherheiten, fraglichen Gewissheiten, angenommenen Sicherheiten. In den Leitplanken unseres Lebens – geprägt von unserer Kindheit, unseren Wünschen und Vorstellungen.

So viele Jahrzehnte habe ich gesucht, gekämpft, argumentiert, geflucht, gezweifelt, gelitten … und jetzt ?

Ich spüre so sehr … dass Gemeinschaft hilft . Gegen die Überheblichkeit, die Sicherheit, die Unsicherheit, die Ängste, die Sorgen, den trügerischen Erfolg, der Verlockung des Geldes, die angenommene Gesundheit … der Fieberkurve des Lebens !

Meine Gemeinschaft habe ich gefunden … so dankbar bin ich einigen Menschen, die ich kennenlernen durfte ! Und so entschlossen rufe ich aus … Wir sind uns nah !

Martin 171171

Über was … ?!

Über was …

  • Sollten wir an diesem Tag nachdenken ?
  • Zweifeln wir gerade jetzt ?
  • Führen wir eine Veränderung herbei ?
  • Sind wir hilflos und ohnmächtig ?
  • Erleben wir uns als froh und glücklich ?
  • Freuen wir uns ?
  • Erleben wir Spaß und Freude ?

Es gilt, sich selbst zu erkennen, oder ? Nicht „das Leben“ zu gestalten – sondern „Leben“ zu gestalten !

Good Luck !

Martin 171171